"...ich hab`die ganze Nacht gezecht..."

Veröffentlicht auf von Bört

Und das nicht schlecht!
Dies ist nun der zweite Teil meiner Klassenfahrt-Story. Hier geht es im Hauptteil gar nicht wirklich um mich, sondern um einen mittlerweile guten Kumpel.


Als mich nun der kalte Schleier des Zechens am nächsten Tag eingeholt hatte, war keineswegs die Konsequenz, diesen Tag ein bisschen ruhiger angehen zu lassen. Nach dem Frühstück gab es erst einmal ein Pils für jedermann, auf dem Dampfer auf irgendeinem Fluss kam ich mal wieder in den Genuss eines Joints.

Das erste Mal gekifft hatte ich neben der Sporthalle ein halbes Jahr (in etwa) zuvor. War nix Besonderes, aber auch nicht grade schlimm.


Jedenfalls kam es dann dazu, dass wir auch diesen Nachmittag überstanden! Welch Wunder! Ein großer Antrieb war dabei natürlich der Gedanke, am selbigen Tag wieder zu feiern bis die Galle nur so fließt (musste mal gesagt werden). Gegen 18.30 Uhr, beim Eintreffen in die Herberge, entschieden wir, noch ein wenig die Stadt zu erkunden. Wir schafften so etwa 200 Meter. Denn dort war der nächste Discounter. Und was für eine Auswahl. Nicht lange gefackelt, hingen drei Flaschen Wodka, unzählige Flaschen Bier und irgendwelche Liköre in unseren Armen. Es dauerte nicht lange, bis die Vorfreude uns übermannte und wir gegen 20 Uhr die ersten Flaschen öffneten. Man muss dabei beachten, dass wir lieben gerne das Bier auf"plöppen" lassen, aber wir dies aufgrund der Angst vor den Lehrern nicht tun konnten. Kurze Zeit später fasste ich den Mut, zu den Französinnen zu gehen und sie zu uns einzuladen. Wir tranken wieder eine Menge, ich ernährte mich vorzugsweise von Bier. Nach etwa einer Stunde verzog ich mich mit Fabian (er wird noch öfter erwähnt) und ein paar Französinnen in die Karaokebar, um dort etwas zu chillen. Wir versuchten natürlich wieder unser Bestes bei den Mädels, aber die Kommunikationsschwierigkeiten machten es nicht grade einfach! Zehn Minuten vergingen bis Fabi merkte, dass er lattenstramm war. Er hatte einige Mischen Wodka getrunken. Er lallte schwankend vor sich hin: "Ich gey mahl kurrz zum KLO!..." Mit diesen Worten torkelte er ein paar Meter weiter zur Toilette. Ich dachte mir nicht viel dabei, denn ich bekam ja auch nicht mehr so viel mit. Nach etwa zwanzig Minuten von Fabi`s Abstinenz machte ich mir dann doch Sorgen und sah nach ihm. Er saß noch immer auf dem Deckel. Er sagte, er sei gleich fertig und müsse nur noch mal kurz schlafen. Oh mein Gott. Ich beließ es dabei und kurz darauf war er dann auch wieder da. Er verabschiedete sich dann bei den Damen auf französich mit: "Tu as des bon chevalles" (was soviel heißt wie: "Du hast die schönen Pferde" obwohl er sagen wollte: "Ihr habt schöne Augen"!) Nunja. Ich dachte mir wie so oft meinen Teil und begleitete ihn in sein Zimmer. Er schlief natürlich sofort ein, wie ein kleines Baby. Ich ging dann zurück in mein Zimmer...

...und trieb die Geschichte voran, die bald weitergeht!

Veröffentlicht in Kapitel 3: Mehrweg-Alkohol

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