"Am Morgen danach geht`s mir immer furchtbar schlecht..."

Veröffentlicht auf von Bört

Moin moin

Hier geht es denn jetzt weiter, nach meiner mehr oder weniger langen Abstinenz von Alkohol und Parties kam natürlich irgendwann der Tag, an dem es weitergehen musste! Sonst hätte dieser Blog ja auch keinen richtigen Sinn, oder? Und nun viel Spaß beim Lesen.

Februar 2006

Das Halbjahr neigt sich dem Ende zu, aller fiebern ihm entgegen. Die letzten Noten sind schon lange geschrieben, aber beendet ist bekanntermaßen noch lange nichts. Zum Abschluss gibt es nämlich nochmal ein Highlight: Eine Klassenfahrt! Das Ziel: Berlin. MIt dem Zug fuhren wir an einem Montag Morgen los, kamen gegen Mittag dort an. Schon lange stand fest, dass wir unsere eigene Party feiern würden. So ertrugen wir die Stadtrundfahrten und das langweilige Geschwafel der Lehrer. Kurz bevor wir unser Ziel - eine internationale Jugendherberge- erreichten, kam das erste Problem auf. Die Lehrer hatten angekündigt, unsere Zimmer abends zu besuchen und auch zu durchsuchen, denn Alkohol war strengstens verboten. Also überlegten wir uns, dass wir uns schlau anstellen müssten. So entfernte ich mich einige hundert Meter vor dem Gebäude schnell der Gruppe, um zum nächsten Kiosk zu gelangen. Glücklicherweise fragte er mich nicht nach meinem Ausweis. Ich steckte alles in den Rucksack, flüchtete in die Gruppe zurück und ließ mir nichts anmerken. Oben angekommen, war mein erstes Ziel die Toilette. Ich ging hinein, stellte den Rucksack ab, verschloss die Tür von Innen und kletterte über einen kleinen Spalt oberhalb der Tür wieder hinaus. Stolz ging ich ins Zimmer meiner Kameraden zurück.

Ist es nicht wahnsinn, wie erfinderisch und risikoreich man zu Gange ist, wenn es um den Alkoholvorrat geht?

Gegen Abend und einige Partien Skat später - die Zimmerkontrolle war ohne Vorkomnisse überstanden - ging ich zum Klo zurück. Ich kletterte herüber, schloss die Tür von innen auf und ging mit dem Rucksack ins Zimmer. Wir ließen es uns gut gehen. Gegen halb 10 allerdings waren die meisten Flaschen (hauptsächlich Bier) bereits leer. Einer ging zum nächsten Laden und holte Wodka und Ähnliches. Kurz nachdem er ging, kam eine der Lehrerinnen ins Zimmer. Sie sagte uns, es gäbe eine Karaokebar direkt vor dem Gebäude, und alle sollten hinkommen. Wir willigten ein, mit etwas Verspätung zu erscheinen. Der Kollege kam schließlich mit dem Hochprozentigem zurück. Wir erheiterten uns ein bisschen, tranken uns Mut an. Dann - so gegen 10 - gingen wir hinunter. Unten angekommen, setzten wir uns hin, bestaunten die hübschen französichen Mädchen und lachten alle aus, da nur wir wirklich Mut hatten! Nach und nach schrieben sich alle für ein Lied ein, die meisten in Gruppen. So zogen wir aka die "Wismarer Boyz" zum Song "Get Low" von Ludacris auf die Bühne. Unglaublich lustig. Für uns. Denn wir konnten nichts weiter als den Refrain singen. Trotzdem kamen wir uns wie Gewinner vor. So zog sich der Abend noch länger hin, es war recht lustig, aber nichts Unglaubliches. Lediglich als wir um kurz nach 11 wieder auf unser Zimmer gingen, ging die Post ab. Denn wir luden die Französinnen, die nur einige Räume weiter wohnten, zu uns ein! Sie waren hellauf begeistert. Nach kurzer Zeit waren sie auch schon da. Wir hatten den Alkohol schön verteilt und machten uns ans Werk. Es wurde geflirtet. Viel geflirtet. Ich hatte vier Biere getrunken und mir nun die Apfelkorn vorgeknöpft. Zweimal gab ich sie an die Französinnen weiter (die aber nur mal kurz nippten) und den Rest trank ich allein. Was für ein Fehler. Der Abend neigte sich nach zwei Stunden dem Ende zu, ich war ziemlich betrunken, ließ mir aber nicht viel anmerken. Ich stieg ins Bett, legte mich hin und schlief ein. Doch wenige Minuten später wachte ich auf und übergab mich - in mein Bett. Und das nicht nur einmal, sondern gleich mehrere Male. Zu schwach war aber mein Körper, als dass ich mich hätte drum kümmern können. So schlief ich in meinem Erbrochenen einfach ein. Am nächsten Morgen, natürlcih total verkater, brachte ich die Bettwäsche nach unten und besorgte mir unter dem Vorwand, dass ein Kollege das Falsche gegessen hätte, ein neues.

Dies war nur der erste Teil der Geschichte, der zweite kommt demnächst!

Veröffentlicht in Kapitel 3: Mehrweg-Alkohol

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Bört 09/09/2008 19:02

Joa ist wohl richtig. Der zweite Teil kommt ja erst noch ;))
Ich verrate mal nicht zuviel^^
Im verlauf der story werden noch viiele solche abende kommen...aber sieh selbst
greetz

Kai 09/09/2008 18:33

Muss ja eine heavy Klassenfahrt gewesen sein. Vor allem die Alkoholaktion war echt nicht schlecht, so was fällt nicht jedem mal schnell ein. Ausserdem kommt nicht jeder über so 'ne WC- Kabinentür drüber. Nicht übel.