"Alkoholisiert wird ein Tänzchen gewagt..."

Veröffentlicht auf von Bört

Guten Morgen Leute!

Mein erster Bericht über eine Nacht, die ich gerade erst erlebt habe! So etwas werdet ihr hier noch öfter lesen, ich gebe mir Mühe, jedes Wochenende einen solchen Artikel einstellen zu können. Und nun viel "Spaß" beim lesen!

17.05 Uhr

Ich sitze im Bus auf dem Weg nach Hause. Bis eben war ich noch bei meiner Freundin, die etwas außerhalb wohnt. Ich mache mir Musik an; es läuft "Der W". Endlich zuhause angekommen, mache ich mir zwei Baguettes, esse sie hastig, höre mir das Geschwafel meiner Eltern über die Zukunft an. Ich habe mich positiv entwickelt, aber zuviele Türen zugeschlagen. Angeblich. Ich verlor nicht viele Worte über die Sache und eilte nach oben, da ich vor geraumer Zeit von Hannes zum (wörtlich:) Saufen eingeladen wurde. Die Blaue Jeans an, dazu ein Himmelblaues Muzzleshirt und darüber die 20 Jahre alte, braune Lederjacke meines Halbbruders angezogen. Einfach geil. Stolz machte ich mich auf den Weg zum nächsten Discounter...

19.45 Uhr

Oben angekommen, alle Mann begrüßt und die Flasche Pfefferminzlikör abgestellt, setze ich mich an die Playstation und spiele ein aktuelles Fußballspiel. Nicht viel Glück dabei, dafür umso mehr in der Tatsache, dass die Flasche bis um neun eh leer sein werde. Ist die Flasche ersteinmal auf, ist sie auch fast schon leer. Hier mal ein Schluck, da noch einen kräftigen Hieb, ach, einer geht doch noch. Die anderen vergnügen sich mit Kirschlikör. Das könnt ich ja nicht. Im TV läuft Comedy Central...

22.10 Uhr

Vor kurzer Zeit auf den Weg gemacht, finde ich mich vor einem Fast-Food Restaurant wieder. Ich grabble in meiner Hosentasche, nachdem ich den Rest des Kirschlikörs ausgetrunken hatte und die Flasche ins Gebüsch flog, hole einen fünf Euroschein heraus und trotte in den Laden. Nach einigen Burgern und totgeschlagener Zeit, gehe ich wieder los, denn der Club ist nur fünf Minuten entfernt. Auf dem Weg dorthin begegnet mir Basti, der ebenfalls leicht alkoholisiert mich mit einem freudigen "Hey, Bört, du siehst so nüchtern aus!!" begrüßte und mir kurzerhand eine Flasche Bier in die Hand drückt. Gute Laune macht sich breit. Der Pegel wird gehalten, so muss das sein. Der Club nur noch wenige Meter entfernt, halten wir noch einmal an. Ein Kollege sitzt auf der Mauer mit zwei Litern Sangria...

23.40 Uhr

Drinnen angekommen, die Sangria nach kurzer Verdauungszeit im Klo hinuntergespült, zwei Bier meinen Pegel halten lassen, bewegte ich meinen nun doch recht angefressenen Körper nach draußen. Ich schlängle mich am Türsteher vorbei und zünd mir ne Kippe an. Basti ist dabei natürlich nicht weit entfernt. Bemüht, nicht zu zeigen, wie alkoholisiert ich bin, lenke ich ab, indem ich rein zufällig die Glut der Zigarette auf seinem Arm verteile. Viel Gelächter. Viel Spaß. Wieder rein!

00.40 Uhr

Genug. Ich weiß nicht wieviele Kurze Pfeffies hinterher, ein bis zwei Bier waren sicher auch dabei. Zuviel des Guten denke ich mir. Hole meine Jacke, verziehe mich ohne mich zu verabschieden. Melancholisch schleife ich meinen Körper über die Straßen, der Nachhauseweg ist relativ lang. Zweimal mache ich an Bushaltestellen Pause. Die vor wenigen Stunden erworbene Schachtel Kippen neigt sich dem Ende zu. Angeödet rufe ich eine meiner Nachbarin an, ob sie noch rauskomme. Sie willigt nach einiger Diskussion mit ihrem Freund ein. Ich schlendere weiter. "Du kannst es" von "Der W" hat es mir im Moment ganz besonders angetan. So bleibe ich plötzlich stehen, setze mich mitten auf der Straße hin und singe lauthals mit. Erst eher kleinlaut und unüberzeugt, dann aber immer kräftiger und selbstbewusst. Mit dem neu gefassten Mut raffe ich meinen irgendwie völlig zerstörten Körper erneut auf, denn es sind nur noch 500 Meter. Dort angekommen, empfängt mich sofort Maik, der Freund meiner Nachbarin. Er bittet mich herein. Kurzer Handschlag, die Schuhe ausgezogen, sind seine ersten Worte: "Biste Voll?.....Ich, ja" (grinst). Ich denke mir meinen Teil und folge ihm. Oben angekommen, noch die restlichen Anwesenden begrüßt (natürlich rein körperlich, denn geistig war niemand mehr auf der Höhe), schlage ich sogar angebotene Mischgetränke aus. Einige Fluppen später und lustige Videos bei Youtube, macht sich Müdigkeit breit...

02.14 Uhr

Ich mache mich auf den Nachhauseweg, begleitet von Maik und seiner Freundin. Nochmal schnell die Blase im Gebüsch entleeren, den letzten Kaugummi in mich reinstopfen und die letzten Meter zum Haus schleppen. Dort angekommen, gehe ich ins Bad, lege mich ins Bett und schlafe angefressen ein.

08.55 Uhr

Frühstück!

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