Wednesday, 10. september 2008
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15:49
...bin ich immer noch bezecht...
Als ich also mein Zimmer betrat, ging der Abend erst richtig los. Der Tisch war voll mit Flaschen - alle leer, natürlich. Die weiblichen
Gestalten im Raum konnten nicht zu uns gehören, soviel merkte ich noch. Es waren wohl die Französinnen. angemerkt sei, dass wir bis heute sie die
"Französinnen" nennen, weil wir ihre Namen (Claudine, Coraline und ääähm...naja ;) vergessen haben! Oder wir sind halt zu faul, sie jedesmal auszusprechen. Wie auch immer. Beschwipst näherte ich
mich den anderen, die genauso erstaunt waren, mich auf zwei Beinen gleichzeitig zu sehen, wie ich! Ich ließ es mir nicht nehmen, vom Likör zu naschen und einige Biere zu heben. Die
Boxen wurden da natürlich voll aufgedreht. Es lief meiner Meinung nach Nekromantix. Sehr entspannende Musik. Jedenfalls sah
ich links neben mir meinen Kumpel Marcus, der noch immer am Wodka hing - mittlerweile seine zweite Flasche, sein
Pegel
verhinderte zudem, dass er den Alkohol mit
Cola mischte, so trank er ihn halt pur - was rein muss, muss rein. Ich genehmigte
mir auch ein paar wenige Becher, bevor die
Aufseher an der Tür klopften. Sie sagten es wäre zu laut. Wir machten etwas leiser
weiter. Marcus, der nun auch die zweite Flasche Wodka trank, war natürlich zu. Ohman. Diesen Augenblick werde ich nie vergessen. Er versuchte auf deutsch, mit Händen und
Füßen, den französichen Mädels den Unterschied zwischen Zehn, Zehen und Zähne zu erklären! Dabei kritzelte er noch
irgendwas auf eine Bildzeitung (weiter so ;) und strampelte mit seinen Füßen unter dem Tisch. Ich war fassungslos. Warum hatte ich nicht so einen Pegel? Das
animierte mich zwar, weiter zu trinken, aber nach und nach machte sich auch der Kater vom letzten Abend bemerkbar. So hörte ich erstmal mit dem
Trinken auf. Ich ging kurz nach unten, um eine
Zigarrette zu rauchen. Ein Fehler, wie sich wenig später herausstellte. Oben
wieder angekommen, war die Party vorbei! Die Mädels waren weg, Marcus hing schräg auf dem Bett und es roch unangenehm nach
Erbrochenem. Ohje. Zu all dem übel hatte er (ja, Marcus hatte sich übergeben, wer auch sonst) es doch tatsächlich geschafft, in den Rucksack eines Kollegen
zu eimern. Halleluja. Ich trug ihn alsdann zur Toilette. Man muss beachten, dass er über zwei Meter misst und lockker 100 Kilo wiegt! Ich schleppte ihn zum Klo, er machte sich ein wenig frisch. Auf
dem
Gang begegneten wir ausgerechnet einem Aufseher. Der fragte, was los sei. Ich erklärte ihm, mein Kumpel sei verdammt müde
und müsse unbedingt ins Bett. Er glaubte es!!! Unglaublich, aber wahr! Er machte mir sogar die Tür auf. Drinnen angekommen, hieften wir ihn ins Bett und er schlief ein. Hannes und ich beschlossen
dann, nochmal zu den drei französischen
Mädels zu gehen. Sie waren hellauf begeistert, denn wir hatten schon vorher
angekündigt, uns nochmal blicken zu lassen. Wir nahmen den Restwodka mit (wo auch immer der herkam) und die letzten zwei Bier. Ich saß auf einem Stuhl in der Mitte des Zimmers und versuchte,
nüchterner zu werden (warum klappt das bloß nie?). Hannes lag oben im Doppelstockbett und versuchte Cora zu überzeugen, dass sie ihn
massiert. Logischerweise ohne Erfolg, er war ebenfalls ziemlich
betrunken. So kam es
dann, dass erneut, eine Bekanntschaft mit einem Aufseher folgte. Er fing auf deutsch an, zu reden. Hannes und ich sahen uns an, verstanden aber kein Wort von dem, was er sagte. Dann sprach er
französisch und schließlich englisch. Kurz bevor er aufgab, uns zum kommunizieren zu bewegen, bemerkten wir endlich, dass wir ja
deutsch konnten! Super! Wir mussten gehen, der Alkohol wurde beschlagnahmt und wir gingen schlafen. Welch ein gelungener Abend!
Klar, mal Party machen ist ok. Aber an mehreren Tagen hintereinander? Und ich machte mir ernsthaft Sorgen, nicht betrunken genug zu sein! Ok, das könnte eine
Nebenwirkung vom Alkohol gewesen sein, aber es kam mir relativ echt vor! Auch all die Ermahnungen der Aufseher ließen uns kalt. Wieso? Hatten wir denn nie Angst, erwischt zu werden? Es war
schließlich nur ein sehr schmaler Grat! Aber was solls. Hier im Übrigen noch das Lied zu den Überschriften der drei Artikel:
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